E-Mail-Sequenz-Tools im Vergleich: Lifecycle, Cold Outbound und Shop-Flows

Ein E-Mail-Sequenz-Tool verschickt eine Folge von Nachrichten, die durch ein Ereignis, einen Zeitplan oder die Reaktion des Empfängers automatisch weiterläuft. In der Praxis stecken dahinter drei verschiedene Aufgaben: Lifecycle- und Onboarding-Mails für Menschen, die sich bei Ihnen angemeldet haben, Cold Outbound an Kontakte, die Sie noch nie angeschrieben haben, und Flows im Online-Shop wie Warenkorb-Erinnerung oder Nachkauf-Serie.

Für jede dieser Aufgaben gibt es andere Werkzeuge mit anderer Preislogik. Diese Seite sortiert sie nach Aufgabe, nennt Listenpreise und rechnet Beispiele durch. Alle Preise sind US-Dollar-Listenpreise, genau so, wie die Anbieter sie auf ihren eigenen Preisseiten zeigen (Stand 7. Oktober 2026, jeweils verlinkt). Umsatzsteuer und Wechselkurs sind nicht eingerechnet.

Auswahl nach Aufgabe

Aufgabe Engere Auswahl Was die Wahl entscheidet Einstiegspreis (USD, Listenpreis)
Lifecycle und Onboarding (SaaS, Apps) Customer.io, Loops, Userlist, Encharge Wie gut Produkt-Ereignisse ankommen und wonach abgerechnet wird: Profile, Abonnenten oder Nutzer Loops: kostenlos bis 1.000 Kontakte, $99 bei 9.998 Abonnenten. Customer.io Essentials: $100 pro Monat bei 5.000 Profilen
Allround-Automation für kleine Teams ActiveCampaign, Brevo, Kit, Mailchimp, HubSpot Ob Sie ein CRM brauchen, wie viele Automationsschritte der Tarif erlaubt und ob Sequenzen im Gratis-Plan enthalten sind ActiveCampaign Starter: $15 bei 1.000 Kontakten (Jahreszahlung). Brevo: Gratis-Plan, bezahlt ab $9. Kit Creator: $33 bei 1.000 Abonnenten (Jahreszahlung)
Cold Outbound Instantly, Lemlist, Apollo.io, Saleshandy, Mailshake; außerdem Smartlead, Woodpecker, Reply.io, Snov.io Anzahl verbundener Postfächer, Versandlimit pro Monat, Abrechnung pro Seat oder pro Volumen Mailshake ab $29, Saleshandy ab $41 (monatliche Zahlung), Instantly ab $47, Lemlist ab $69, Apollo.io Basic $49 pro Seat (Jahreszahlung), Snov.io Starter $39, Smartlead Base $39, Reply.io ab $49 pro Nutzer (Jahreszahlung), Woodpecker 35 € bei 500 Kontakten
E-Commerce-Flows Klaviyo, Omnisend, Drip Shop-Anbindung, Abrechnung nach Profilen oder Personen, SMS-Anteil Klaviyo: $20 bei 500 Profilen. Drip: $39 für 1 bis 2.500 Personen. Omnisend: Gratis-Plan mit 250 Kontakten

Quellen: die Preisseiten der genannten Anbieter, die in den Abschnitten unten einzeln verlinkt sind.

Drei Aufgaben, drei Bauarten von Sequenzen

Auf den ersten Blick sehen alle Sequenz-Builder gleich aus: ein Auslöser, ein paar Wartezeiten, einige E-Mails, vielleicht eine Verzweigung. Die Unterschiede liegen darunter. Beim Lifecycle-Tool startet die Sequenz, weil Ihr Produkt ein Ereignis meldet, etwa „Konto angelegt“ oder „Testphase endet in drei Tagen“, und sie endet, sobald der Nutzer bezahlt. Beim Cold-Outbound-Tool startet sie, weil Sie eine Kontaktliste hochgeladen haben, und sie endet, sobald jemand antwortet, sich abmeldet oder die Adresse nicht zustellbar ist. Im Shop-Tool löst ein Shop-Ereignis die Folge aus, und der Kauf beendet sie.

Dazu kommt die Versandinfrastruktur. Lifecycle- und Shop-Tools versenden über die eigene Infrastruktur des Anbieters an Menschen, die zugestimmt haben. Cold-Outbound-Tools hängen sich an Ihre eigenen Postfächer bei Google oder Microsoft und verteilen die Mails über viele Absenderadressen. Mailshake ist dafür ein gutes Beispiel: Es versendet Vertriebsansprache über verbundene Postfächer und ist kein Dienst für Transaktionsmails. Wer die Aufgaben vermischt, bekommt meist das Schlechteste aus beiden Welten, mehr dazu weiter unten.

Lifecycle- und Onboarding-Sequenzen

Hier geht es um Willkommensserien, Onboarding-Mails, Testphasen-Erinnerungen und Reaktivierung. Entscheidend ist, wie die Tools Ihre Produktdaten aufnehmen. Wer Sequenzen aus Nutzerverhalten steuern will, schaut zuerst auf die ersten vier Tools; die Allround-Plattformen danach passen, wenn Newsletter, CRM oder Landingpages mit im Spiel sind. Vertiefend: Onboarding-E-Mail-Sequenzen und E-Mail-Tools für Onboarding.

Customer.io

Customer.io ist die Wahl, wenn Ihr Produkt viele Ereignisse erzeugt und Sequenzen daran hängen sollen. Der visuelle Workflow-Builder ist Teil des Essentials-Tarifs, Transaktionsmails sind laut Vergleichstabelle der Preisseite in jedem Plan enthalten, und US- sowie EU-Rechenzentren stehen zur Wahl. Abgerechnet wird nach Profilen: Essentials kostet $100 pro Monat bei 5.000 Profilen, $145 bei 10.000 und $235 bei 20.000; jedes weitere Profil kostet $0,009. Laut Abrechnungsdokumentation zählt ein Profil für den ganzen Monat, auch wenn Sie es später löschen. Managed Deliverability ist in Essentials nicht enthalten. Direkter Vergleich: Customer.io gegen Loops.

Loops

Loops bündelt Kampagnen, Workflows und Transaktionsmails in einer schlanken Oberfläche für SaaS-Teams. Der Gratis-Plan erlaubt unbegrenzt viele Kontakte, versendet aber höchstens 4.000 Mails in 30 Tagen an die 1.000 neuesten Kontakte und hängt eine kleine Loops-Fußzeile an. Bezahlte Tarife skalieren mit den Abonnenten: Laut der Preisseite zeigt der Regler $48 bei 4.788 Abonnenten, $99 bei 9.998 und $249 bei 49.989; Transaktionsversand ist in den bezahlten Plänen ohne Aufpreis enthalten, Seats kosten nichts. Der Preis dafür ist Schlichtheit: Wer verschachtelte Bedingungen über Dutzende Ereignisse braucht, stößt eher an Grenzen als bei Customer.io. Mehr zur Abgrenzung: Loops gegen Drip.

Userlist

Userlist denkt in Nutzern und Unternehmen, was bei B2B-SaaS mit Teams als Kunden hilft: Segmente lassen sich für Nutzer und für Firmen bilden, neben E-Mails gibt es In-App-Nachrichten. Auf der Preisseite kostet Basic $149 pro Monat bis 10.000 Nutzer und danach $10 je weitere 1.000 (bei 18.000 Nutzern $229, bei 32.000 $369); Professional beginnt bei $349 für 10.000 Nutzer und ergänzt A/B-Tests, Conversion-Ziele und erweiterte Workflows. Laut Abrechnungsdoku enthält jeder Plan das Fünffache der getrackten Nutzer an Nachrichten, mindestens 500.000, darüber kostet es $1 pro 1.000 Nachrichten. Gegenüberstellung: Userlist gegen Customer.io.

Encharge

Encharge richtet sich an SaaS-Marketer, die Flows mit Bedingungen und Produktdaten bauen und dabei nicht selbst programmieren wollen. Der Growth-Tarif kostet laut Preisseite bei monatlicher Zahlung $99 für bis zu 2.000 Abonnenten, $179 bei 5.000, $249 bei 10.000 und $389 bei 25.000; mit Jahreszahlung nennt die Seite $79 für 2.000. Der Encharge-Tarif Premium startet bei $159 (2.000 Abonnenten) und enthält die Anbindung an HubSpot und Salesforce sowie Transaktionsmails. Das Mailkontingent von Growth beträgt das Zehnfache der Abonnentenzahl pro Monat; für zusätzliche Mails nennt die Seite $100 je 100.000. Vergleich: Encharge gegen Drip.

ActiveCampaign

ActiveCampaign verbindet Automationen mit einem eingebauten CRM und passt deshalb zu Teams, die Leads durch eine Pipeline führen. Die Preisseite beginnt bei 1.000 Kontakten mit Starter $15, Plus $49, Pro $79 und Enterprise $145 (jeweils Jahreszahlung). Starter erlaubt nur fünf Aktionen pro Automation, und der Preis steigt schnell mit der Liste: bei 10.000 Kontakten kostet Starter $149, Plus $189, Pro $375 und Enterprise $589. Bei 25.000 Kontakten ist Plus mit $389 sogar billiger als Starter mit $391. Passend dazu: Brevo gegen ActiveCampaign und ActiveCampaign gegen Drip.

Brevo

Brevo ist der günstige Einstieg: Der Gratis-Plan sendet bis zu 300 Mails pro Tag, speichert bis zu 100.000 Kontakte und erlaubt Marketing-Automation für bis zu 2.000 Kontakte. Bezahlte Pläne richten sich nach dem gewählten Monatsvolumen. Laut der Hilfeseite zu den Plänen startet Starter bei $9 und Standard bei $18 (je ab 5.000 Mails pro Monat), Professional bei $499. Brevo erklärt die Datenverarbeitung in der Datenschutzerklärung; für den Einsatz in Deutschland sollten Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag selbst prüfen. Brevo eignet sich für einfache Willkommens- und Reaktivierungsserien, weniger für tief verschachtelte Produktlogik. Vergleich: Brevo gegen ActiveCampaign.

Kit (ehemals ConvertKit)

Kit ist auf Creator, Kursverkäufer und Newsletter-Betreiber zugeschnitten. Im Gratis-Plan sind bis zu 10.000 Abonnenten möglich, aber Visual Automations und Sequenzen beginnen erst im Creator-Plan. Dessen Monatswert bei Jahreszahlung liegt laut Preisseite bei $33 für 1.000 Abonnenten, $75 für 5.000, $116 für 10.000 und $166 für 25.000. Der Pro-Plan ergänzt unter anderem Subscriber Signals und Zustellbarkeits-Reports (bei 10.000 Abonnenten $158). Für Produkt-Ereignisse ist Kit nicht gebaut; für Kurs-Serien und Lead-Magnet-Folgen reicht es. Siehe auch ConvertKit gegen Drip.

Mailchimp

Mailchimp deckt einfache Journeys ab und ist vielen Teams vertraut. Der Gratis-Plan erlaubt 250 Kontakte und 500 Mails pro Monat, Essentials beginnt laut Preisseite bei $13, Standard bei $20 für 500 Kontakte und Premium bei $350. Mit wachsender Liste springt der Standard-Preis in Stufen: $100 im Band 2.501 bis 5.000 Kontakte, $135 bei 5.001 bis 10.000 und $230 bei 10.001 bis 15.000 (das ist jeweils der Preis nach einem 50-Prozent-Aktionszeitraum von zwölf Monaten, den die Seite daneben zeigt). Wer von Mailchimp wegwill, findet Anhaltspunkte in der englischen Seite Mailchimp-Alternativen (EN).

HubSpot Marketing Hub

HubSpot lohnt sich, wenn Marketing, Vertrieb und Service auf demselben CRM arbeiten. Die Preisseite nennt Starter ab $7 pro Monat, Professional $800 und Enterprise $3.600; die Abrechnung läuft pro Seat. Entscheidend für Sequenzen ist die Vergleichstabelle: Dort ist E-Mail-Automation nach Aktionen gestaffelt, von einer einzelnen automatisierten Aktion bis zu unbegrenzten Aktionen. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Stufe die Länge Ihrer Sequenz zulässt. Für reine E-Mail-Folgen ist das ein schweres Gerät; als Teil einer CRM-Entscheidung ist es sinnvoll. Vergleich: HubSpot gegen ActiveCampaign.

Cold-Outbound-Sequenzen

Cold Outbound bedeutet: Sie schreiben Personen an, die sich nicht bei Ihnen eingetragen haben, in mehreren Schritten, bis jemand antwortet. Die Tools heißen deshalb eher Outreach- oder Sales-Engagement-Werkzeuge. Sie senden über verbundene Postfächer, wärmen diese auf, begrenzen das Tagesvolumen pro Absender und stoppen die Folge bei einer Antwort. Die Preislogik unterscheidet sich stark: Manche Anbieter verkaufen Volumen (Mails pro Monat, hochgeladene Kontakte), andere Seats, und bei einigen kommt die Postfach-Anzahl als Hebel dazu. Zur Einordnung: Vertriebs-E-Mail-Sequenzen.

Postfächer, Warm-up und Versandlimits

Zwei Zahlen bestimmen, was ein Cold-Setup schafft: wie viele Postfächer Sie verbinden und wie viele Mails jedes Postfach pro Tag verträgt. Das Tageslimit setzen nicht die Tools, sondern Ihre Mail-Provider und Ihr Absenderruf; die Tools geben Ihnen nur die Regler und das Warm-up. Üblich ist, für Cold Outbound eigene Absender-Domains neben der Hauptdomain zu nutzen und neue Postfächer langsam hochzufahren, damit ein Reputationsschaden nicht die Domain trifft, über die Ihre Rechnungen und Kundenmails laufen. Weitere Grundlagen zu Authentifizierung und Absenderruf: E-Mail-Zustellbarkeit. Rechnen Sie immer das Volumen pro Postfach aus: 125.000 Mails pro Monat auf 10 Postfächer sind 12.500 pro Postfach, also rund 417 pro Tag bei 30 Tagen.

Instantly

Instantly verkauft Volumenpläne mit unbegrenzt vielen Postfächern und Warm-up. Laut Preisseite kostet Growth $47 pro Monat für 5.000 Mails und 1.000 hochgeladene Kontakte, Hypergrowth $97 für 125.000 Mails und 25.000 Kontakte, Light Speed $358 für 500.000 Mails und 100.000 Kontakte; Enterprise ist individuell. Die Testversion ist auf 250 Kontakte und 1.000 Mails begrenzt. Achten Sie auf die Kontaktgrenze: 5.000 Mails bei 1.000 Kontakten bedeuten im Schnitt fünf Berührungen pro Kontakt, mehr Leads brauchen schon den nächsten Tarif.

Lemlist

Lemlist setzt auf personalisierte Sequenzen, im Multichannel-Tarif auch mit weiteren Kanälen. Die Preisseite zeigt Email für $69 pro Monat (bei Jahreszahlung $55) mit 50.000 Mails sowie unbegrenzt vielen Nutzern und Absendern, und Multichannel für $109 ($87 bei Jahreszahlung) mit unbegrenzten Mails und Nachrichten. Es gibt eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Wer viele Mitarbeitende einbinden will, profitiert davon, dass in Email keine Seat-Gebühren anfallen.

Apollo.io

Apollo.io kombiniert eine Kontaktdatenbank mit E-Mail-Sequenzen, Warm-up und CRM-Anreicherung. Abgerechnet wird pro Seat mit Guthaben („Credits“): Der Gratis-Plan enthält 900 Credits pro Seat und Jahr, laut Preisseite kostet Basic $49 pro Seat und Monat bei Jahreszahlung (30.000 Credits pro Jahr), Professional $79 (48.000) und Organization $119 mit mindestens drei Seats (72.000). Drei Basic-Seats ergeben demnach 3 × 49 = $147 pro Monat, Organization mit der Mindestzahl 3 × 119 = $357. Die Preisseite nennt Apollo.io DSGVO-konform; das ersetzt nicht Ihre eigene Prüfung der Datenquellen.

Saleshandy

Saleshandy erlaubt unbegrenzt viele verbundene Postfächer und staffelt nach Monatsmails. Auf der Preisseite stehen Starter mit 6.000 Mails und einem Nutzer ($41 bei monatlicher Zahlung, $34 bei Jahreszahlung), Pro mit 100.000 Mails und zehn Nutzern ($99 beziehungsweise $76) und Scale mit 200.000 Mails und unbegrenzten Nutzern ($189 beziehungsweise $149). Die Testphase dauert sieben Tage ohne Kreditkarte. Für Agenturen mit mehreren Absendern ist die große Postfach-Freiheit der Hauptgrund.

Mailshake

Mailshake ist der schlichte Einstieg mit Sequenzen, Warm-up, E-Mail-Prüfung, KI-Texthilfe und Dialer. Es wird pro gekauftem Nutzer abgerechnet, und die Postfachzahl hängt am Tarif. Laut Preisseite kostet Starter $29 pro Monat ($25 bei Jahreszahlung) mit einer Absenderadresse und 1.500 Mails, Email Outreach $49 ($45) mit zwei Adressen und unbegrenzten Sends, Sales Engagement $99 ($85) mit zehn Adressen. Eine kostenlose Testphase gibt es nicht, die Zahlung wird vorab verlangt. Weil Sends unbegrenzt sind, setzt die Adressenzahl die reale Obergrenze.

Smartlead, Woodpecker, Reply.io und Snov.io

Diese vier gehören ebenfalls auf die Liste; die Beträge stammen von den verlinkten Preisseiten (Stand 7. Oktober 2026). Smartlead staffelt vier Pläne nach Kontakten und Mails pro Monat: Base kostet $39 pro Monat (2.000 Kontakte, 6.000 Mails), Pro $94 (30.000 Kontakte, 90.000 Mails), Unlimited Smart $174 (unbegrenzte Kontakte, 150.000 Mails) und Unlimited Prime $379 (500.000 Mails, drei SmartServer inklusive). Bei Jahreszahlung sind es 17 % weniger, also $32, $78, $144 und $315 pro Monat. Einen Gratis-Plan gibt es nicht, nur eine Testphase. Woodpecker rechnet in Euro und nach kontaktierten Personen: 35 € pro Monat für 500 Kontakte (7 € je 100), zuzüglich Umsatzsteuer, mit 8.000 Mails pro Monat sowie unbegrenzten E-Mail-Konten und Teammitgliedern; bei Jahreszahlung wirbt die Seite mit 140 € Ersparnis. Ein Tarif wird bei Überschreitung nicht automatisch hochgestuft. Reply.io berechnet pro Nutzer und zeigt Jahrespreise: Email Volume ab $49 pro Nutzer und Monat (1.000 aktive Kontakte, unbegrenzte Mails), Multichannel ab $89 (zehn Postfächer, unbegrenzte aktive Kontakte); der KI-Vertriebsassistent AI SDR beginnt bei $500 im Monat, die Testphase dauert 14 Tage. Snov.io rechnet mit Credits für Kontaktsuche und E-Mail-Prüfung ab: Starter kostet bei monatlicher Zahlung $39 (1.000 Credits, 5.000 Empfänger), Pro $99 (5.000 Credits, 25.000 Empfänger), Custom Ultra läuft über den Vertrieb. Die E-Mails selbst sind unbegrenzt.

Cold E-Mail in Deutschland: Einwilligung, UWG und DSGVO

B2B-Kaltakquise per E-Mail ist in Deutschland rechtlich heikel. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG gilt Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung als unzumutbare Belästigung; Absatz 3 nennt eng gefasste Ausnahmen für Bestandskunden. Unabhängig davon verlangt Nr. 3 bei Werbenachrichten eine erkennbare Absenderidentität und eine gültige Adresse, an die der Empfänger seinen Widerspruch richten kann. Hinzu kommt die DSGVO, weil auch geschäftliche Adressen mit Personenbezug personenbezogene Daten sein können. Das ist keine Rechtsberatung: Lassen Sie den Plan vor dem ersten Versand von einer Anwältin oder einem Anwalt für Wettbewerbs- und Datenschutzrecht prüfen. Unabhängig vom Tool gilt: Jede Mail braucht einen funktionierenden Abmeldeweg, und Abmeldungen müssen Sie sofort in Ihre Sperrliste übernehmen.

Warum Cold-Tools für Opt-in-Mail die falsche Wahl sind und umgekehrt

Ein Outreach-Tool schickt aus verbundenen Gmail- oder Microsoft-Postfächern, mit Tageslimit pro Absender und ohne die Infrastruktur für Massenversand an Abonnenten. Ihr Newsletter oder Ihre Onboarding-Serie gehört dorthin nicht. Umgekehrt sind Lifecycle-Plattformen auf Adressen ausgelegt, die zugestimmt haben; Viele Anbieter regeln die Einwilligung in ihren Nutzungsbedingungen, und eine gekaufte Liste erzeugt Beschwerden, die dem Konto schaden können. Lesen Sie die Bedingungen des gewählten Anbieters, bevor Sie fremde Adressen hochladen.

E-Commerce-Flows

Warenkorb-Abbruch, Browse-Abbruch, Willkommensserie, Nachkauf, Rückholung: Shop-Flows leben von Bestell- und Produktdaten aus dem Shop. Deshalb zählt hier die Anbindung mehr als der Funktionsumfang des Builders. Wer sein Tool wechseln will, findet eine Orientierung in Klaviyo-Alternativen (EN) und im Vergleich Klaviyo gegen ActiveCampaign.

Klaviyo

Klaviyo ist auf Online-Shops zugeschnitten und rechnet nach Profilen. Laut Preisseite kostet der Email-Plan $20 bei 500 Profilen, $30 bei 1.000, $100 bei 5.000 und $150 bei 10.000; ein Gratis-Plan umfasst bis zu 250 aktive Profile und 500 Mails pro Monat. Für Shops mit wachsender Liste ist die Preisstaffel der Punkt, den Sie früh hochrechnen sollten.

Omnisend

Omnisend kombiniert E-Mail mit SMS und Web-Push. Der Gratis-Plan umfasst 250 Kontakte sowie 500 E-Mails und 500 Web-Push-Nachrichten pro Monat; SMS beginnen bei $0,007 pro Nachricht. Abgerechnet wird nach Abonnenten und nach Nicht-Abonnenten, die automatisierte Nachrichten erhalten haben; abgemeldete Kontakte zählen nicht. Die auf der Seite gezeigten Einstiegspreise sind zeitlich begrenzte Aktionspreise und deshalb hier nicht als Listenpreis aufgeführt.

Drip

Drip rechnet nach aktiven Personen und Mailvolumen und bietet eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Die Preisseite zeigt $39 für 1 bis 2.500 Personen, $89 bei 5.000, $154 bei 10.000, $369 bei 25.000 und $699 bei 50.000 (dort mit 600.000 enthaltenen Mails); die Tarifbeschreibungen nennen bis zu 50 Workflows. Nähere Gegenüberstellungen: Loops gegen Drip, ActiveCampaign gegen Drip.

Kostenbeispiele bei drei Größenordnungen

Alle Beträge sind US-Dollar pro Monat, abgelesen von den verlinkten Preisseiten (Stand 7. Oktober 2026). Steht „n. a.“, hat der Anbieter für diese Größe keinen Preis ausgewiesen.

Lifecycle-Sequenzen bei 5.000, 10.000 und 25.000 Kontakten

Tool und Tarif5.00010.00025.000Hinweis
Customer.io Essentials$100$145n. a. (20.000: $235; 30.000: $325)Profile, monatliche Zahlung
Loops (bezahlt)$48 (bei 4.788)$99 (bei 9.998)$198 (bei 24.339)Reglerstände der Preisseite, Seats frei
Encharge Growth$179$249$389Monatliche Zahlung
ActiveCampaign Starter$79$149$391Jahreszahlung; bei 25.000 ist Plus mit $389 billiger
Drip$89$154$369Aktive Personen
Kit Creator$75$116$166Jahreszahlung, Monatswert

Lesehilfe: Bei 10.000 Kontakten liegen die Tarife zwischen $99 (Loops) und $249 (Encharge), der Abstand beträgt also das 2,5-Fache. Userlist rechnet nach getrackten Nutzern und liegt mit $149 bei 10.000 Nutzern (Basic) in der Mitte. Diese Zahlen zeigen nur die Listenpreise der Sequenz-Tools; was die Tarife an Funktionen enthalten, steht in den Abschnitten oben.

Cold Outbound bei 5.000, 50.000 und 125.000 Mails pro Monat

Tool5.000 Mails50.000 Mails125.000 Mails
InstantlyGrowth $47Hypergrowth $97Hypergrowth $97
Lemlist (monatliche Zahlung)Email $69Email $69Multichannel $109 (unbegrenzt)
Saleshandy (monatliche Zahlung)Starter $41 (6.000)Pro $99 (100.000)Scale $189 (200.000)
Mailshake (monatliche Zahlung)Email Outreach $49 (2 Adressen)Sales Engagement $99 (10 Adressen)Sales Engagement $99 (10 Adressen)

Der Preisabstand täuscht, solange Sie nicht auf Postfächer und Kontakte schauen. Bei Mailshake hängt das Volumen an der Adressenzahl: 5.000 Mails auf zwei Adressen sind 2.500 pro Adresse und Monat (rund 83 pro Tag), 50.000 auf zehn Adressen sind 5.000 pro Adresse (rund 167 pro Tag), 125.000 auf zehn Adressen sind 12.500 (rund 417 pro Tag). Bei Instantly begrenzt der Tarif außerdem die hochgeladenen Kontakte: 1.000 bei Growth, 25.000 bei Hypergrowth. Apollo.io rechnet pro Seat und taucht deshalb nicht in der Volumentabelle auf; ein Team mit drei Seats zahlt im Basic-Tarif $147 pro Monat bei Jahreszahlung.

Shop-Flows bei 1.000, 5.000 und 10.000 Profilen

Tool1.0005.00010.000
Klaviyo (Email-Plan)$30$100$150
Drip$39 (Stufe 1 bis 2.500)$89$154
Mailchimp Standardn. a.$100 (Band 2.501 bis 5.000)$135 (Band 5.001 bis 10.000)

Bei 5.000 Profilen kostet Drip $89 gegenüber $100 bei Klaviyo, bei 10.000 liegen beide mit $154 und $150 praktisch gleichauf. Mailchimps Staffeln sind breiter, daher rutscht der Preis dort sprunghaft statt gleichmäßig. Wer die Sequenzen in Richtung SMS ausbaut, sollte Omnisends SMS-Preis ab $0,007 pro Nachricht mit in die Rechnung nehmen.

Auswahlkriterien: Wähle A, wenn … / B, wenn …

  • Customer.io, wenn Ihr Produkt viele Ereignisse sendet und Sequenzen davon abhängen; Loops, wenn Sie schnell starten wollen, Transaktions- und Marketing-Mails in einem Tool möchten und keine verschachtelte Logik brauchen.
  • Userlist, wenn Ihre Kunden Firmen mit mehreren Nutzern sind und Segmente auf Firmenebene zählen; Encharge, wenn Marketing die Flows ohne Entwickler baut.
  • ActiveCampaign oder HubSpot, wenn Vertrieb und CRM mit in die Sequenz gehören; Brevo, wenn das Budget klein und das Muster einfach ist; Kit, wenn Sie Kurse oder einen Newsletter betreiben.
  • Instantly oder Saleshandy, wenn Sie viele Postfächer fahren und pro Volumen zahlen wollen; Apollo.io, wenn Sie die Kontaktdaten gleich mitkaufen; Mailshake, wenn Sie klein anfangen und wenige Absender haben; Lemlist, wenn Personalisierung und mehrere Kanäle im Vordergrund stehen.
  • Klaviyo oder Drip, wenn Bestell- und Produktdaten aus dem Shop die Sequenz steuern; Omnisend, wenn SMS und Web-Push Teil der Flows sind.

Vier Fragen sortieren die meisten Entscheidungen. Erstens: Haben die Empfänger zugestimmt? Wenn nicht, sind Sie bei Cold Outbound und müssen die rechtlichen Fragen oben klären. Zweitens: Woher kommen die Auslöser, aus dem Produkt, dem Shop oder einer Liste? Drittens: Nach welcher Größe wird abgerechnet, und wie sieht die Rechnung bei der doppelten Zahl aus? Viertens: Wer baut die Sequenzen, ein Entwickler oder jemand aus dem Marketing? Entwickler finden zusätzliche Hinweise auf E-Mail-Tools für Entwickler; weitere Überblicke bietet die Seite Tools.

Migration: Was beim Wechsel zu beachten ist

Ein Toolwechsel scheitert selten an der Technik, sondern an Details, die bei der Planung fehlen. Exportieren Sie zuerst Abmeldungen, Beschwerden und Bounces, bevor Sie Kontakte importieren; sonst schreiben Sie Menschen an, die schon ausgetragen waren. Prüfen Sie dann, an welcher Stelle der Sequenz jeder Kontakt steht. Viele Tools können Mitten-in-der-Sequenz-Zustände nicht übernehmen; praktikabel ist, laufende Serien im alten Tool auslaufen zu lassen und nur neue Eintritte im neuen Tool zu starten.

Bauen Sie Ausstiegsbedingungen nach, bevor der erste Kontakt eintritt: Wer gekauft oder geantwortet hat, darf die Folge nicht weiter erhalten. Stellen Sie SPF, DKIM und DMARC für die neue Versandinfrastruktur ein und beginnen Sie mit einem kleinen Anteil der Liste. Wer von Tools mit Profilabrechnung wechselt, kontrolliert den Stichtag der Abrechnung, denn bei Customer.io zählt ein Profil für den ganzen Monat. Einen ausführlichen Ablauf beschreibt die englische Seite Migrationsleitfaden (EN); zum inhaltlichen Aufbau von Folgen gibt es den Leitfaden für E-Mail-Sequenzen.

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Direkte Gegenüberstellungen einzelner Tools und Seiten für bestimmte Zielgruppen helfen, die engere Auswahl zu treffen.

Häufige Fragen zu E-Mail-Sequenz-Tools

Was ist der Unterschied zwischen einer Sequenz und einer Kampagne?

Eine Kampagne ist ein einmaliger Versand an eine Liste oder ein Segment. Eine Sequenz besteht aus mehreren Nachrichten, die pro Empfänger zeitversetzt oder bedingt laufen und durch ein Ereignis starten. Die meisten Tools auf dieser Seite beherrschen beides; bei Kit liegen Sequenzen jedoch erst im Creator-Plan.

Welches Tool eignet sich für die Onboarding-Mails meines SaaS?

Wenn Ihr Produkt Ereignisse liefert, kommen Customer.io und Loops zuerst infrage, bei B2B mit Firmenlogik auch Userlist. Customer.io Essentials kostet $145 bei 10.000 Profilen, Loops $99 bei 9.998 Abonnenten. Wer ein CRM braucht, schaut zu ActiveCampaign oder HubSpot.

Darf ich in Deutschland Cold E-Mails an Firmenadressen senden?

Das ist rechtlich heikel. Das UWG verlangt für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung und kennt nur enge Ausnahmen; dazu kommt die DSGVO. Wie das auf Ihren konkreten Fall passt, sollte eine Anwältin oder ein Anwalt klären, bevor Sie eine Kampagne starten.

Kann ich ein Cold-Outbound-Tool für meinen Newsletter nutzen?

Technisch ja, sinnvoll nein. Outreach-Tools senden über verbundene Postfächer mit Tageslimit pro Absender und sind nicht für Abonnentenlisten gebaut. Für Newsletter und Onboarding passen Lifecycle-Plattformen besser, die über eigene Versandinfrastruktur senden.

Warum stehen die Preise in US-Dollar und gelten sie für Deutschland?

Die Anbieter veröffentlichen ihre Listenpreise überwiegend in US-Dollar, und wir geben sie unverändert wieder. Umsatzsteuer, Wechselkurs und eventuelle Aktionen kommen beim Kauf hinzu. Prüfen Sie den aktuellen Preis auf der verlinkten Seite des Anbieters, bevor Sie entscheiden.