E-Mail-Tools für Entwickler: Sende-APIs und Event-Sequenzen
Entwickler brauchen in der Regel zwei verschiedene Dinge: eine Sende-API oder einen SMTP-Zugang für Transaktionsmails wie Passwort-Reset und Rechnung (Resend, Postmark, SendGrid, Mailgun, Amazon SES) und ein ereignisgesteuertes Sequenz-Tool für Onboarding- und Lifecycle-Mails (Customer.io, Loops, seit Neuem auch Resend mit seinem Marketing-Bereich). Auf dieser Seite stehen die Aufrufe, die in der Anbieter-Dokumentation belegt sind, die Listenpreise und ein paar durchgerechnete Beispiele.
Alle Preise sind US-Dollar-Listenpreise der verlinkten Anbieterseiten (Stand 7. Oktober 2026); Umsatzsteuer und Wechselkurs kommen hinzu. Technische Angaben stammen aus den Dokumentationsseiten, die jeweils unter dem Abschnitt verlinkt sind. Was dort nicht steht, behaupten wir nicht.
Überblick: Sende-API oder Sequenz-Tool?
| Tool | Typ | So senden oder auslösen Sie | Einstieg (USD, Liste) | Passt, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Resend | Sende-API plus Marketing-Bereich | POST /emails; Events per POST /events/send für Automationen | Gratis: 3.000 Mails; Pro $20 bei 50.000 Mails | Sie wollen Transaktionsmails und einfache Automationen bei einem Anbieter |
| Postmark | Sende-API | POST /email mit Server-Token; Message Streams | Gratis: 100 Mails; Basic $15 bei 10.000 Mails | Transaktionsmails stehen im Mittelpunkt, Sequenzen liegen woanders |
| SendGrid | Sende-API plus Marketing Campaigns | POST /v3/mail/send mit Bearer-Schlüssel | Essentials ab $19,95 (50.000 Mails) | Sie brauchen API und Kampagnenwerkzeug in einem Konto |
| Mailgun | Sende-API | POST /v3/DOMAIN/messages, Basic Auth, multipart/form-data | Gratis: 100 Mails pro Tag; Basic ab $15 (10.000 Mails) | Sie wollen Planung, Vorlagen und US-/EU-Hosting aus einem Konto |
| Amazon SES | Sende-Infrastruktur | SESv2 SendEmail (POST /v2/email/outbound-emails) | Essentials: $0,16 pro 1.000 Mails | Sie sind bei AWS zu Hause und bauen Bounce-Handling selbst |
| Customer.io | Event-Sequenzen | Track API (Basic Auth), Events über /v1/track | Essentials $100 bei 5.000 Profilen | Viele Produktereignisse, komplexe Sequenzen |
| Loops | Event-Sequenzen plus Transaktionsmails | POST /api/v1/events/send mit Bearer-Token | Gratis bis 1.000 Kontakte; $99 bei 9.998 Abonnenten | Sie wollen schlanke Onboarding-Sequenzen ohne eigenes Mailsystem |
Auch SMTP2GO gehört in die Auswahl für reinen Versand: Starter $10 pro Monat bei 10.000 Mails, Professional $75 bei 100.000 laut Preisseite. Zur Abgrenzung der Begriffe: Transaktions- und Marketing-Mails.
Sende-APIs im Detail
Resend
Resend ist nicht nur eine Transaktions-API. Neben dem Versand bietet die API-Referenz Broadcasts, Kontakte, Segmente, Topics, Templates, Automationen und Events. Der Versand ist ein einzelner POST mit Bearer-Schlüssel. Laut Dokumentation zu Send Email sind from, to (höchstens 50 Empfänger) und subject Pflicht; dazu kommt html, text oder react (Letzteres nur im Node.js-SDK), alternativ ein template mit Id und Variablen. Mit scheduledAt planen Sie den Versand, und ein Idempotency-Key-Header verhindert doppelte Mails, wenn Sie Anfragen wiederholen: er muss pro Anfrage eindeutig sein, ist 24 Stunden gültig und darf höchstens 256 Zeichen lang sein.
curl -X POST 'https://api.resend.com/emails' \
-H 'Authorization: Bearer re_xxxxxxxxx' \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d $'{
"from": "Acme <onboarding@resend.dev>",
"to": ["delivered@resend.dev"],
"subject": "hello world",
"html": "<p>it works!</p>"
}' Für Sequenzen löst Ihr Backend ein Ereignis aus. Der Aufruf Send Event verlangt den Namen event, der zu einem Trigger-Schritt einer Automation passen muss, und entweder email oder contact_id (genau eines von beiden), optional ein payload für Variablen und Bedingungen. Erfolgreiche Aufrufe antworten mit 202. Gibt es zur E-Mail-Adresse noch keinen Kontakt, legt Resend ihn an, sobald die Automation läuft.
curl -X POST 'https://api.resend.com/events/send' \
-H 'Authorization: Bearer re_xxxxxxxxx' \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{
"event": "user.created",
"email": "steve.wozniak@gmail.com",
"payload": {
"plan": "pro"
}
}' Preise: Laut Preisseite kostet der Gratis-Tarif $0 für 3.000 Mails pro Monat (100 pro Tag, drei Domains), Pro $20 für 50.000 Mails und $35 bei 100.000 Mails, Scale $90 für 100.000 Mails und $160 bei 200.000. Im Marketing-Tab ist der Einstieg bei 1.000 Kontakten gratis (unbegrenzte Broadcasts, 10.000 Automationsläufe, drei Segmente); der Pro-Tarif zeigt $40 bei 5.000 Kontakten, $80 bei 10.000, $180 bei 25.000, $250 bei 50.000 und $450 bei 100.000. Die Seite nennt für Automationen $0,0015 pro Lauf. Zusatzoptionen wie dedizierte IPs ($30 pro Monat, für mehr als 3.000 Mails am Tag im Scale-Tarif) kosten extra.
Wähle Resend, wenn Sie React Email nutzen oder Transaktionsmails und einfache Onboarding-Automationen mit wenig Aufwand beim selben Anbieter haben wollen. Wähle etwas anderes, wenn Sie sehr verzweigte Sequenzen mit vielen Segmentbedingungen planen. Mehr dazu im Vergleich Resend gegen Postmark und in E-Mail-Tools für React-Entwickler.
Postmark
Postmark konzentriert sich auf Transaktionsmails. Der Aufruf POST /email braucht den Header X-Postmark-Server-Token und ein JSON mit From, To, Subject sowie HtmlBody oder TextBody. Der Absender muss eine bestätigte Sender Signature haben; To, Cc und Bcc zusammen dürfen höchstens 50 Empfänger haben. Mit MessageStream wählen Sie den Strom; ohne Angabe läuft die Nachricht im Transaktions-Stream „outbound“. Der Batch-Endpunkt nimmt bis zu 500 Nachrichten und 50 MB pro Aufruf an.
curl "https://api.postmarkapp.com/email" \
-X POST \
-H "Accept: application/json" \
-H "Content-Type: application/json" \
-H "X-Postmark-Server-Token: server token" \
-d '{
"From": "sender@example.com",
"To": "receiver@example.com",
"Subject": "Password Reset",
"TextBody": "Click here to reset your password.",
"MessageStream": "outbound"
}' Bei Webhooks gilt eine Besonderheit: Die Doku sagt, dass Postmark Webhooks nicht signiert. Sie schützen den Endpunkt mit HTTP Basic Authentication in der Webhook-URL (https://benutzer:passwort@example.com/webhook) und, falls vorhanden, mit einer IP-Freigabeliste in der Firewall; HTTPS wird ausdrücklich empfohlen. Beim Anlegen testet Postmark jeden aktivierten Ereignistyp und erwartet eine 200-Antwort; fällt ein Typ dauerhaft aus, pausiert die Zustellung für genau diesen Typ.
Preise: Auf der Preisseite stehen die Reglerstufen. Bei 10.000 Mails kostet Basic $15, Pro $16,50 und Platform $18; bei 50.000 Mails $55, $60,50 und $66; bei 125.000 Mails $115, $126,50 und $138. Der Gratis-Tarif umfasst 100 Mails pro Monat ohne Überschreitung. Dedizierte IPs gibt es ab $50 pro Monat und IP für Kunden mit mindestens 300.000 Mails pro Monat im Pro-Tarif oder darüber.
Wähle Postmark, wenn Passwort-Resets, Belege und Warnmeldungen zuverlässig und gut nachvollziehbar ankommen müssen. Wähle etwas anderes, wenn Sie Sequenzen aus Produktereignissen bauen wollen; dann kombinieren Sie Postmark mit einem Sequenz-Tool. Vergleich: Postmark gegen SendGrid.
SendGrid
SendGrid, Teil von Twilio, sendet über POST /v3/mail/send auf api.sendgrid.com mit einem Bearer-Schlüssel. Laut API-Referenz enthält die Anfrage ein Array personalizations mit höchstens 1.000 Einträgen; jede Personalisierung ist ein eigener Umschlag mit Empfängern und eigenen Daten. Eine Template-Id, die mit d- beginnt, bezeichnet ein dynamisches Template, das dynamic_template_data verwendet. Mit send_at planen Sie Mails, aber höchstens 72 Stunden im Voraus. Der Absender muss in Ihrem Konto verifiziert sein.
Preise: Die Preisseite für die Email API nennt einen Test mit 100 Mails pro Tag über 60 Tage, Essentials ab $19,95 (im Selektor $19,95 bei 50.000 und $34,95 bei 100.000 Mails) und Pro ab $89,95 ($89,95 bei 100.000, $249 bei 300.000, $499 bei 700.000 Mails). Marketing Campaigns hat laut eigener Preisseite einen Gratis-Plan mit bis zu 2.000 Kontakten und 6.000 Mails im Monat sowie Basic ab $15 und Advanced ab $60.
Wähle SendGrid, wenn Sie in einem Twilio-Konto sowohl API-Versand als auch ein Kampagnenwerkzeug nutzen wollen. Wähle etwas anderes, wenn Sie eine schlanke API mit kleiner Oberfläche bevorzugen; die Referenz ist breit. Weitere Gegenüberstellung: SendGrid gegen Mailgun.
Mailgun
Mailgun sendet über POST /v3/{domain_name}/messages mit Basic Authentication und multipart/form-data. Pflicht sind from, to und subject sowie einer der Teile text, html, amp-html oder template. Für Vorlagen übergeben Sie t:variables als JSON; die Sendeoptionen mit den Präfixen o:, h:, v: und t: sind zusammen auf 16 KB begrenzt. Mit o:deliverytime planen Sie den Versand, je nach Tarif drei oder sieben Tage im Voraus. Die Preisseite führt außerdem US- und EU-Versand aus einem Konto auf.
Preise: Die Preisseite zeigt einen Gratis-Tarif mit 100 Mails pro Tag, Basic ab $15 für 10.000 Mails (zusätzliche Mails ab $1,80 pro 1.000), Foundation mit 50.000 Mails für $35 nach dem ersten Gratismonat und Scale mit 100.000 Mails für $90. Auf dem Regler steht Foundation bei 100.000 Mails mit $75, Scale bei 250.000 mit $215 und bei 500.000 mit $400. Eine zusätzliche dedizierte IP kostet $59 pro Monat; im Foundation-Tarif mit 100.000 Mails sowie in Growth und Scale ist eine IP enthalten.
Wähle Mailgun, wenn Sie Versandplanung, Vorlagen und die Wahl zwischen US- und EU-Versand in einem Produkt brauchen. Wähle etwas anderes, wenn Sie lieber ein JSON-Interface hätten; der Endpunkt erwartet Formulardaten.
Amazon SES
Amazon SES ist Infrastruktur ohne Oberfläche für Sequenzen. Die SESv2-API SendEmail (POST /v2/email/outbound-emails) kennt drei Nachrichtentypen: Simple für Standardnachrichten, Raw für fertige MIME-Nachrichten, etwa mit Anhängen, und Templated mit Platzhaltern. Neue Konten starten laut AWS-Doku zum Produktionszugang in der Sandbox, pro Region getrennt: Versand nur an verifizierte Adressen und Domains, höchstens 200 Nachrichten pro 24 Stunden und eine Nachricht pro Sekunde, bis Sie Produktionszugang beantragt haben.
Bounces und Beschwerden müssen Sie selbst im Blick behalten. Die Doku zu Benachrichtigungen nennt drei Wege: Benachrichtigungs-E-Mail, ein Amazon-SNS-Thema oder Event Publishing. Richten Sie keinen davon ein, leitet SES Bounce- und Beschwerdemeldungen an die Return-Path-Adresse der ursprünglichen Mail weiter.
Preise: Die Preisseite nennt für Essentials $0,16 pro 1.000 Mails (0 bis 10 Millionen Mails pro Monat), für Pro $0,22 plus $105 pro Konto und Region und Monat, für Enterprise $0,23 plus $500 pro Konto und Region und Monat. Das Beispiel der Seite rechnet 250.000 Mails zu $0,16 pro 1.000 als $40. Daneben führt die Seite einen Posten „Outbound email“ zu $0,10 pro 1.000 Mails; welche Preisart für Ihr Konto gilt, klären Sie dort. Eine dedizierte Standard-IP steht mit $24,95 pro Monat und IP.
Wähle SES, wenn Sie bereits AWS nutzen und Bounce-Verarbeitung, Vorlagen und Auswertung selbst bauen wollen. Wähle etwas anderes, wenn das Team keine Zeit für diese Fleißarbeit hat und ein Dashboard mit Zustellprotokoll erwartet.
Event-API und Sequenz-Tools
Customer.io
Bei Customer.io melden Sie Personen und Ereignisse, und im Tool entscheiden die Sequenzen, wer welche Mail bekommt. Die Track-API verwendet HTTP Basic Authentication; der Server heißt track.customer.io in den USA und track-eu.customer.io in der EU. Ereignisse, die Sie über /v1/track senden, haben eigene Grenzen: Der Ereignisname darf höchstens 100 Byte lang sein, die Ereignisdaten höchstens 100.000 Byte. Das Limit liegt bei 1.000 Anfragen pro Sekunde, wird aber laut Doku nicht strikt erzwungen; wer Objekte oder Batches braucht, soll laut Doku die Pipelines API nutzen.
Preise: Laut Preisseite kostet Essentials bei monatlicher Zahlung $100 für 5.000 Profile, $145 für 10.000, $235 für 20.000, $325 für 30.000 und $415 für 40.000; jedes weitere Profil $0,009. Eingeschlossen sind eine Million Mails pro Monat und Transaktionsmails (in jedem Plan). Premium beginnt bei $1.000 pro Monat bei Jahreszahlung; Startups unter $10 Millionen Finanzierung erhalten über das Startup-Programm ein Jahr kostenlos. Managed Deliverability fehlt in Essentials. Die Abrechnungsdoku beschreibt, dass jedes Profil, das im Abrechnungszeitraum existiert hat, für den Monat zählt, auch wenn Sie es löschen.
Wähle Customer.io, wenn viele Produktereignisse, Segmente und Verzweigungen die Sequenz steuern. Wähle Loops, wenn Sie mit wenigen Ereignissen auskommen. Direkter Vergleich: Customer.io gegen Loops.
Loops
Loops hat eine kleine, klare Event-API. Die Doku zu Send an event beschreibt POST https://app.loops.so/api/v1/events/send mit Bearer-Token und einem JSON aus Kontaktangaben (email, userId), eventName und eventProperties; Ereignisse starten Workflows. Die Doku listet die Antwortcodes 200, 400 und 409. Ein optionaler Header Idempotency-Key (höchstens 100 Zeichen, pro Anfrage eindeutig) verhindert doppelte Mails; wird derselbe Schlüssel innerhalb von 24 Stunden erneut verwendet, antwortet Loops mit 409. Das Beispiel unten ist das Beispiel der Doku.
curl --request POST \
--url https://app.loops.so/api/v1/events/send \
--header 'Authorization: Bearer <token>' \
--header 'Content-Type: application/json' \
--data '
{
"email": "alex@company.com",
"userId": "usr_7f8e9d0c1b2a",
"eventName": "signup",
"eventProperties": {
"plan": "pro"
},
"mailingLists": {
"clm2k8j4h6g0f8d6s4a2b0z8": true
},
"favoriteColor": "blue",
"planName": "Pro"
}
' Preise: Der Gratis-Plan hat unbegrenzt viele Kontakte, aber höchstens 4.000 Mails in 30 Tagen an die 1.000 neuesten Kontakte, mit Loops-Fußzeile und 10 Mails pro Sekunde. Bezahlt wird nach Abonnenten: Laut Preisseite zeigt der Regler $48 bei 4.788 Abonnenten, $99 bei 9.998, $198 bei 24.339 und $249 bei 49.989. Transaktionsversand ist in den bezahlten Plänen enthalten, Seats kosten nichts.
Wähle Loops, wenn Sie Onboarding, Produktankündigungen und Transaktionsmails in einem schlanken Tool wollen. Wähle etwas anderes, wenn Sie komplexe Verzweigungen oder Mehrkanal-Nachrichten brauchen. Zum Vergleich mit einem Shop-Tool: Loops gegen Drip.
Kostenbeispiele bei drei Größenordnungen
US-Dollar pro Monat laut den verlinkten Preisseiten. „n. a.“ heißt: Für diese Größe hat der Anbieter keine Stufe ausgewiesen. Werte, die wir selbst ausgerechnet haben, sind als „gerechnet“ markiert.
Transaktionsmails bei 10.000, 50.000 und 100.000 Mails pro Monat
| Anbieter und Tarif | 10.000 | 50.000 | 100.000 |
|---|---|---|---|
| Resend Pro | $20 | $20 | $35 |
| Postmark Basic | $15 | $55 | n. a. (125.000: $115) |
| Postmark Pro | $16,50 | $60,50 | n. a. (125.000: $126,50) |
| SendGrid Email API Essentials | n. a. (Auswahl beginnt bei 50.000) | $19,95 | $34,95 |
| Mailgun | Basic $15 | Foundation $35 | Foundation $75 (Regler) oder Scale $90 |
| Amazon SES Essentials | $1,60 (gerechnet) | $8,00 (gerechnet) | $16,00 (gerechnet) |
| SMTP2GO | Starter $10 | n. a. | Professional $75 |
So rechnen sich die SES-Werte: 10 × $0,16 = $1,60, 50 × $0,16 = $8,00 und 100 × $0,16 = $16,00, jeweils je 1.000 Mails (die Seite selbst rechnet 250.000 Mails zu $0,16 pro 1.000 vor, das sind $40). Der Abstand zu Postmark und Resend ist groß, aber SES liefert weder Dashboard noch Bounce-Verarbeitung; das ist Ihre Entwicklungszeit. Bei Mailgun hat dasselbe Volumen von 100.000 Mails zwei Preise, weil die Karte für Scale ($90) mehr Log-Aufbewahrung und 5.000 enthaltene Validierungen listet und der Regler für Foundation $75 zeigt.
Sequenz-Tools bei 5.000, 10.000 und 25.000 Kontakten
| Tool und Tarif | 5.000 | 10.000 | 25.000 |
|---|---|---|---|
| Customer.io Essentials | $100 | $145 | n. a. (20.000: $235; 30.000: $325) |
| Loops (bezahlt) | $48 (bei 4.788) | $99 (bei 9.998) | $198 (bei 24.339) |
| Resend Marketing Pro | $40 | $80 | $180 |
| Userlist Basic | n. a. | $149 | n. a. (18.000: $229) |
Userlist rechnet nach getrackten Nutzern und ist auf B2B-SaaS mit Firmenlogik ausgelegt; Details stehen auf der Preisseite.
Rechenbeispiel: SaaS mit 10.000 Nutzern und 50.000 Transaktionsmails
Angenommen, Ihr Produkt hat 10.000 Nutzer, versendet 50.000 Transaktionsmails pro Monat und soll eine Onboarding-Sequenz bekommen. Vier realistische Varianten:
- Loops allein: $99, denn Transaktionsversand ist in den bezahlten Plänen enthalten.
- Customer.io Essentials allein: $145, mit Transaktionsmails in jedem Plan und einer Million Mails pro Monat.
- Postmark Basic plus Loops: $55 + $99 = $154, wenn Sie Transaktionsmails bewusst bei Postmark halten.
- Resend Pro plus Resend Marketing: $20 + $80 = $100, falls beide Tarife nebeneinander laufen; die Preisseite führt Transaktions- und Marketing-Tab getrennt, prüfen Sie das vor dem Kauf.
Der Unterschied zwischen $99 und $154 ist weniger interessant als die Frage, wer den Code für zwei Anbieter pflegt. Mit zwei Tools müssen Sie Absender-Domain, Abmeldungen und Bounce-Listen an zwei Stellen abgleichen.
Entscheidungshilfe: Wähle A, wenn … / B, wenn …
- Resend, wenn Sie React Email nutzen und eine Sende-API samt einfachen Automationen wollen; Postmark, wenn reine Transaktionsmails mit nachvollziehbarem Zustellverlauf Vorrang haben.
- Amazon SES, wenn Sie AWS-Erfahrung und Volumen haben und Bounce-Verarbeitung selbst bauen; Mailgun oder SendGrid, wenn Sie ein fertiges Konto mit Dashboard erwarten.
- Loops, wenn Sie schnell Onboarding-Mails brauchen; Customer.io, wenn die Sequenzen dicht mit Produktereignissen verknüpft sind.
- Ein Anbieter für alles, wenn das Team klein ist (Loops, Customer.io oder Resend); zwei Anbieter, wenn Zustellbarkeit der Systemmails getrennt vom Marketing laufen soll.
Für Stripe-Ereignisse als Auslöser lesen Sie Stripe-E-Mail-Integration; für API-orientierte Teams ergänzt E-Mail-Tools für API-First-Teams diese Seite, und für den Versand durch Agenten gibt es E-Mail-Tools für Agent-Apps.
Vor dem Go-live: Stolpersteine, die die Doku nennt
- Postmark-Webhooks sind nicht signiert. Schützen Sie die URL mit Basic Auth und einer IP-Freigabe und prüfen Sie die Form der Payload, bevor Sie handeln.
- SES startet in der Sandbox. Mit 200 Nachrichten pro 24 Stunden und nur verifizierten Empfängern wirken Tests im Staging sonst wie ein Zustellproblem.
- Wiederholte Anfragen doppeln Mails. Bei Resend verhindert ein Idempotency-Key innerhalb von 24 Stunden doppelte Sendungen; Loops antwortet bei erneut verwendetem Schlüssel innerhalb von 24 Stunden mit 409.
- Profilabrechnung beachtet gelöschte Profile. Bei Customer.io zählt ein Profil für den Monat, in dem es existierte.
- Absender-Authentifizierung gehört vor den ersten Versand. SPF, DKIM und DMARC für die gewählte Domain einrichten; Hintergründe im Zustellbarkeits-Leitfaden.
Direkte Vergleiche für die engere Wahl
Wenn zwei Kandidaten übrig sind, zeigen die Gegenüberstellungen Preise und Funktionen nebeneinander.
Häufige Fragen zu E-Mail-Tools für Entwickler
Brauche ich für Transaktionsmails und Onboarding-Sequenzen zwei Anbieter?
Nicht zwingend. Loops und Customer.io enthalten Transaktionsmails in ihren Tarifen, und Resend bietet neben der Sende-API einen Marketing-Bereich mit Automationen. Zwei Anbieter lohnen sich vor allem, wenn Sie Systemmails von Marketingmails trennen wollen.
Ist Resend nur für Transaktionsmails gedacht?
Nein. Die Preisseite führt einen Marketing-Tab mit kontaktbasierter Abrechnung, und die API-Referenz enthält Broadcasts, Segmente, Automationen und Events. Bei 5.000 Kontakten zeigt der Marketing-Tab $40, bei 10.000 $80.
Wie sichere ich Postmark-Webhooks ab?
Postmark signiert Webhooks nicht. Die Doku empfiehlt Basic Authentication in der Webhook-URL und eine IP-Freigabe in der Firewall, außerdem HTTPS. Prüfen Sie zusätzlich, ob die Payload die erwarteten Felder enthält, und verarbeiten Sie jedes Ereignis nur einmal.
Warum kommen meine Test-Mails über Amazon SES nicht an?
Neue SES-Konten laufen pro Region in der Sandbox: Versand nur an verifizierte Adressen und Domains, höchstens 200 Nachrichten pro 24 Stunden und eine pro Sekunde. Erst mit beantragtem Produktionszugang senden Sie an beliebige Empfänger.
Was kostet der Versand bei 50.000 Mails im Monat?
Je nach Anbieter zwischen $8 (Amazon SES, gerechnet aus $0,16 pro 1.000 Mails) und $66 (Postmark Platform). Resend Pro kostet $20, SendGrid Essentials $19,95, Mailgun Foundation $35, Postmark Basic $55. Dedizierte IPs, Log-Aufbewahrung und Support kommen je Anbieter hinzu.